MIchael Augustin

Mi, 29.02.2012

Das Feature in Zeiten der Kürzungen

Gibt es eine Schmerzgrenze, wenn Feature-Plätze immer weniger werden? Welche Themen locken einen Redakteur und warum selbst der Heimatfunk international war. Ein Gespräch mit Michael Augustin, Feature-Redakteur bei Radio Bremen.

Das vollständige Gespräch zum Anhören:

(Dauer 20:02)

Herr Augustin, was war das letzte Feature, das Sie selbst gemacht haben?

Ein Stück über Rudolf Alexander Schröder, das ich gemeinsam mit meinem „Sturmpartner“ Walter Weber produziert habe. Ein Feature über den Schriftsteller, der vor zwei Jahren hier in der Stadt in die Diskussion geraten ist, wobei es um sein Verhältnis zum Nationalsozialismus ging. Wir haben uns daran gemacht, die Lebensgeschichte des 1878 in Bremen geborenen Kaufmannsohnes aufzuarbeiten, sind mit Leuten ins Gespräch gekommen, die ihn noch persönlich kannten und haben in diversen Rundfunk- und Literaturarchiven gekramt. Entstanden ist ein Literaturfeature, ein Feature mit lokaler Note, das also auch etwas mit dieser Stadt zu tun hat. Und gleichzeitig eines, das für Hörer zwischen Flensburg und München interessant genug sein dürfte – angesichts dieser Jahrhundertpersönlichkeit Schröder.

Gibt es Themen, auf die Sie als Redakteur sofort anspringen?

Oh Gott, was fange ich mit der Frage an? Ich kann sagen: Natürlich habe ich Lieblingsthemen. Es gibt Themenfelder, für die ich ausgesprochene Sympathien hege: Lebensgeschichten, Literarisches, Historisches. Sachen, die ich selber gern mal machen würde. Ein bisschen beneide ich die Autoren, wenn sie sich so einem Thema widmen können und also den Zuschlag dafür bekommen.

Was war das letzte Feature dieser Art?

Zum Beispiel das Stück, das Gaby Mayr und Günter Beyer 2011 für uns realisieren konnten. Sie haben eine Reise nach Ruanda unternommen und haben sich dort umgesehen, was geblieben ist von dem Entsetzen und der Verzweiflung des Bürgerkriegs, des Völkermords 1994. Sie kennen sich wirklich hervorragend aus in Afrika, haben mit Menschen gesprochen, mit Überlebenden, Tätern und Opfern, haben O-Töne gesammelt und ein Feature daraus gebaut, auf das ich sehr stolz bin als Produzent, als Redakteur.

Die beiden Autoren kommen beide aus Bremen. Achten Sie auf regionalen Proporz? Sie haben ja nicht so viele Sendeplätze.

Ich bin da ja „vorbelastet“. Ich habe für Radio Bremen als freier Feature-Schreiber in meiner Studentenzeit in den 70er Jahren gearbeitet und wurde dann später fest angestellt als Redakteur in der Redaktion Heimatfunk. Das war eine der ältesten Abteilungen des Senders, und dort hat man sich auf das Regionale spezifiziert, auf Literatur, Historie, Oral History, Niederdeutsch. Wir hatten da so eine Art Formel: Bremen liegt am Meer und über das Meer kommt man in alle Welt. Das heißt, Heimatfunk in Bremen hat sehr wohl auch etwas zu tun mit Brasilien, Australien oder den USA.

Und das bevorzugt von regionalen Autoren gemacht, die sich auf den Weg machen?

Ja, das hatte damals viel damit zu tun, dass die sich am besten auskannten in der Stadt, in der heimatlichen Region. Da gab es Autoren, die überregional gar nicht so bekannt waren, wie Johann Günther König, der stadthistorisch sehr bewandert ist. Oder nehmen sie Detlef Michelers, der einer der renommiertesten Feature-Autoren der Bundesrepublik ist bis auf den heutigen Tag.

Also übers Jahr verteilt sind es mehr bremische Autoren, die zum Zuge kommen?

Das habe ich nicht abgezählt, obwohl es sehr übersichtlich ist, was da abzuzählen wäre, was ich an Eigenproduktionen überhaupt leisten kann hier in Bremen. Wenn ich mir den Warenhauskatalog der Feature ansehe, die ich nicht selber produziere, die ich also als Übernahme ins Programm hole, dann spielt Regionalität dabei eher keine Rolle. Da ist es mir egal, ob der Autor aus Sachsen, aus dem Saarland oder aus Bremen kommt.

Wie groß ist die Kürzung beim Feature gewesen?

Seit Anfang 2011 kann ich nicht mehr jede Woche auf der Antenne sein, sondern nur noch alle 14 Tage, das wäre also eine Kürzung um 50 Prozent. Was aber nicht ganz stimmt, weil nach wie vor, was ich wunderbar finde, die Regelung gilt, dass die Feature-Redaktion auch die Feiertage bestückt. Da kommen dann sechs, sieben oder acht hinzu. Vorher waren es zirka 56 Features plus/minus eins oder zwei, jetzt sind es 32. Es ist zwar mehr als die Hälfte verblieben, aber es sind doch erheblich weniger geworden. Ich merke es an dem Frustlevel, der mir aus dem Telefonhörer entgegenschlägt, wenn ich mit Autoren im Lande spreche, die gern bei Radio Bremen etwas unterbringen möchten, oder die mich für eine Koproduktion an Bord holen wollen, die ich aber leider ablehnen muss, weil sie für mich so teuer wäre, dass ich dafür vielleicht auf eine Eigenproduktion verzichten müsste. Und das will ich nicht. Es ist nicht so, dass meine Geldsäcke in der Vergangenheit immer gefüllt waren, aber jetzt muss ich so scharf rechnen, dass am Ende des Jahres kein Stück Papier mehr passt zwischen das was gesendet und das was ausgegeben worden ist. Das ist nicht einfach.

Haben Sie Reaktionen von Zuhörern bekommen?

Erstaunlicherweise nicht. Ich habe auch erst gedacht: So Leute, jetzt passt mal auf, wenn wir nur noch alle 14 Tage am Sonntag senden (mit Wiederholung am Mittwochabend), dann werden aber die Stürme losbrechen. Sind sie nicht. Ich sage jetzt natürlich, dass hat wohl auch damit zu tun, dass ich im wöchentlichen Wechsel auf diesem Sendeplatz eine Poesiesendung präsentiere. Das ist auch etwas Ungewöhnliches, dass, sagen wir mal, am ersten Sonntagmorgen des Monats ein Feature zu hören ist und am zweiten Sonntag dann Enzensberger und Co. mit Gedichten, mit Musik gemischt und ganz persönlich moderiert, eher als schräges Magazin, denn als Literaturfeature. Ich habe gedacht, wie geht das, wie levelt sich das aus? Die Hörer, zu denen ich Kontakt habe, scheinen diese Abwechslung zu goutieren. Das ist meine Erfahrung.

Gab es Proteste von Autoren, hat sich Widerstand geregt?

Sagen Sie mir, wie soll man als Autor einen solchen Widerstand organisieren? Natürlich hat es traurige Gesichter gegeben und wütende Redaktionen… (lacht) Das ist ein schöner Versprecher! Also wütende Reaktionen von Kollegen, denen ich sagen musste, das sechsfingrige Händchen ist bereist gefüllt, sechs Features im Jahr zu planen als Eigenproduktionen ist nicht sehr schwierig, da sind die Plätze schnell vergeben. Und da wiederum fühle ich auch gewisse Loyalitäten zu Autoren und Autorinnen, die über viele Jahre hier für das Feature gearbeitet haben, da gucke ich dreimal hin. Bei den anderen gucke ich zweieinhalbmal hin, wenn sie mir etwas vorschlagen.

Das heißt, ganz neue Autoren hätten es auch entsprechend schwerer?

Das ist ja nicht nur hier so, das ist allgemein so, ja.

Heißt: Die bekannten Autoren sind eher im Boot, und erst dann entscheidet das Thema?

Ja, aber es kann natürlich immer passieren, dass jemand mit einem fantastischen Thema kommt. Dann hat der oder die genauso eine Chance wie die Alteingesessenen. Aber es geschieht relativ selten. Es ist ja, wie gesagt, nicht so, dass ich ausschließlich Eigenproduktionen sende. Ich gucke auch auf den Feature-Markt, was gibt es dort? Im Februar sende ich das Feature einer jungen Frau namens Julia Schäfer, die ein Stück geschrieben hat unter dem Titel „Mein Vater und das liebe Vieh“ (DLR Kultur). Sie stammt aus einer Bauernfamilie und hat das getan, was man sich nur wünschen kann als Redakteur - sie ist eingestiegen in ihre eigene Familie, sie hat ihre Eltern befragt, den Bruder, die Nachbarn: Wie ist das eigentlich mit der Globalisierung der Landwirtschaft, mit der EU-Agrarpolitik? Ihr ist ein derart intimes und persönliches Porträt dieses Problems und ihrer Familie gelungen, dass ich vor Begeisterung die Hände zum Himmel gereckt habe. Julia ist 29 und hat noch eine große Feature-Karriere vor sich.

Ja, eine schöne Entdeckung. Uns ging es auch so, wir haben das Stück im Hörkinoprogramm 2012.

Das zeugt von der guten Qualität des Hörkinos.

Das Stück ist nominiert worden für einen Featurepreis.

Es wurde für den Prix Europa nominiert, bei dem ich als Jurymitglied ebenfalls mit einem Stück vertreten war, das dort also mit ihrem konkurrierte. Ich muss sagen, die internationale Gruppe meiner Kollegen, die ihr Stück gehört haben, waren alle sehr begeistert. Es hat eine fantastische Diskussion gegeben und nicht nur ich habe gedacht: Das ist die Gewinnerin! Sie hat aber weder den Prix Europa noch den zweiten Preis bekommen, was viel sagt über Diskussionen und Nominierungen und Stimmungen.

Und Sie als Redakteur können immerhin entscheiden, solche Feature zu senden. Ein kleines Glücksgefühl?

Wir haben ja noch eine zweite Möglichkeit: Feature, die wir hier produzieren, nachzubereiten oder am Abend vor der Ausstrahlung in aller Breite vorzustellen. Da gibt es nämlich einen Sendeplatz im Nordwestradio, der heißt „Ein Abend für…“. Dort stehen uns zwei Stunden Sendezeit zur Verfügung, um das Feature-Thema schon einmal auf andere Weise aufzuzäumen. Für das erwähnte Feature über Rudolf Alexander Schröder etwa haben wir ja mit zahlreichen Leuten Interviews geführt, die man dann in der Produktion ja nur schnipselweise verwenden kann. Am Abend vor der Feature-Ausstrahlung also konnten wir uns von 19.05 bis 21 Uhr schon recht ausführlich mit Schröder beschäftigen. Außerdem gab eine opulente Online-Darstellung dazu. Das sind auch Glücksgefühle, wenn man so etwas in einem Kulturprogramm realisieren kann. Oder wenn Kollegen von anderen Sendern draufschauen und sagen: „Gebt uns davon was ab!“ Das ist für das Feature eine fantastische Werbung.

Hätten auch freie Autoren die Möglichkeit, so einen Sendeplatz zu belegen?

Im letzten Jahr haben das Dorothee Schmitz-Köster und Walter Weber mit Bravour getan, beide sind feste freie Autoren bei Radio Bremen. Sie haben ein Feature und einen Abend gemacht über Walter Mehring, den expressionistischen Schriftsteller. Ein Problem gibt es: Dieser zweistündige Sendeplatz ist mit einem sehr geringen Etat ausgestattet. Das kann man einem freien Autor kaum anbieten. Ich kann nicht sagen: „Da kriegst Du zweimal so viel wie für ein Feature.“ Der Etat ist so gering, dass dieser Sendeplatz meist von Festangestellten bespielt wird.

Hatten Sie die Befürchtung, dass Autoren, mit denen sie gerne und lange zusammenarbeiten von der Fahne gehen und sagen: „Radio Bremen, wenn wir hier nichts mehr werden können, suchen wir uns andere Sender“?

Hach, ich glaube diese Drohung stünde auf schwachen Füßen. Ich weiß ja, wie schwer es die Autoren haben. Und den einen Sender gegen den anderen auszuspielen, das haut nicht hin. Die meisten wissen ja, dass es keine Willkür ist, dass das Feature zu fast 50 Prozent ins Gras beißen musste. Das betrifft ja ebenso andere Programmbereiche, das Hörspiel zum Beispiel. Ich versuche bei den Autoren auf Verständnis zu hoffen und sage immer: Wenn mich das Thema interessiert, sollen sie mich auf dem Laufenden halten, denn ich habe ja noch die Möglichkeit, dass ich es als Übernahme ins Programm hole.

Warum beteiligt sich Radio Bremen am ARD-Feature? Dadurch haben Sie ja noch weniger Geld für eigene Stücke.

Da gibt es eine gute Seite und eine „böse“ Seite. Ich habe in der Tat weniger Stücke zu verteilen. Pro Jahr entstehen 9 ARD-Featureproduktionen. Das heißt, als Nordwestradio produziere ich ein Stück, der Autor bekommt ein dreifaches Honorar, Regisseure kriegen ein doppeltes Honorar – und dafür kriege ich acht Stücke von den anderen beteiligten Sendern, für die ich nichts bezahlen muss. Das ist bei beschnittenem Etat ein Pfund, mit dem ich gern wuchere. Ich war erst auch skeptisch: Die Entscheidung fällt nicht mehr allein bei Radio Bremen, sondern man muss, man darf sich mit den anderen beteiligten Sendern auseinandersetzen, also mit den Kollegen und Kolleginnen Featureredakteuren. Das macht natürlich auch Spaß, sich zu streiten. Ich würde ja gern mehr eigene Stücke produzieren, aber es bleibt mir nur die Einsicht in die Notwendigkeit. Und das ARD-Radiofeature hat sich ja kräftig gemausert. Wir haben eine eigene Homepage: www.ard.de. Dort kann man sich alle Produktionen anhören, für die Seite ist ein eigener Player entwickelt worden, ein bebilderter Player, auch besteht die Möglichkeit zu einem Chat mit dem jeweiligen Autor, das ist schon klasse. Ich hoffe, dass man sich als kleiner Sender onlinemäßig etwas abgucken und dass man diesen Player auch bei uns installieren kann. Das ARD-Feature ist ein Kompromiss, aber es ist auch eine große Chance für unser Genre bekannter zu werden.

Also ein Vitaminstoß für das Feature. Charly Kowalczyk vom Bremer Hörkino hat das ARD-Feature im Februar gemacht über die Telekom. Er hat auch viel Resonanz von Hörern erfahren.

Gerade sein Stück über die katastrophalen Arbeitsbedingungen bei der Telekom ist ein exzellentes Beispiel. Dieses Feature hat eine unglaubliche Wirkung gehabt. Ich glaube, es haben noch nie so viele Leute auf ein Feature reagiert auf der Homepage im Chat. Das wird sicher bei unserem nächsten ARD-Feature-Redaktionstreffen dazu führen, dass wir sagen: „Wir sind da auf dem richtigen Weg!“

Haben Sie schon das nächste ARD-Feature vom Nordwestradio geplant?

Ja, das ist interessanterweise auch wieder ein Thema, bei dem etwas Regionales durchscheint. Wir sind im November 2012 zum dritten Male dran. Der Arbeitstitel lautet „Spur der Keime“. Das wird zu tun haben mit den tragischen Ereignissen im Bremer Krankenhaus, mit dem Tod der drei Frühchen im Krankenhaus an der St. Jürgen Straße 2011. Es wird auch zu tun haben mit der Situation der Krankenhäuser im Lande. Gaby Mayr wird es realisieren. Zuvor, 2010, hatte Rainer Kahrs das ARD-Stück über das „Waffenschiff Faina“ gemacht.

… und hat dafür auch den Feature-Preis Bremer Hörkino gewonnen

Ja, und ist nominiert worden für den Prix Europa, das erste ARD-Feature, das dafür nominiert worden ist. Sein Feature hatte auch etwas mit den Verstrickungen eines Bremer Reeders in den weltweiten Waffenhandel zu tun. Das zweite Stück, 2011, stammte von Detlef Michelers. Darin ging es um die Malami, eine arabischsprechende Volksgruppe, die aus dem Grenzgebiet Türkei, Syrien und Irak stammt, die in Bremen auffällig geworden ist durch eine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate. Da haben wir gesagt, der Sache müssen wir mal nachgehen. Und Detlef Michelers hat es tatsächlich geschafft, nicht nur über diese Menschen zu sprechen, sondern mit ihnen. Begonnen hat es sozusagen als Bremensie, aber er hat dann natürlich auch in Dortmund, Essen und Berlin recherchiert. Also diese fast heimatfunkartige thematische Anbindung, die gibt es gelegentlich nach wie vor.

Sprechen wir über Michael Augustin persönlich: „Augustins Miniaturen“ sind bei vielen Bremern sehr beliebt. Sie erzählen mit wenigen Worten eine ganze Geschichte. Das Feature lebt auch von Geschichten, aber es nimmt sich Zeit. Sind Ihre Miniaturen ein Ausgleich für Sie, oder sehen Sie Parallelen?

Manchmal setzt sich eine durchstrukturierte ausführliche Geschichte aus kleinen Erkenntnisschnipseln zusammen, die man miteinander verbindet und hinterher ergeben sich eine Strecke von Gedanken und eine Dramaturgie. Das ist in meinen Büchern auch so, dass ich Gedanken auf den ersten Blick unverbunden hintereinander stelle, aber es gibt einen Bogen. Das eine ergänzt das andere.

Geben Sie uns einen Ausblick. Bleibt es bei den 32 Features bei Radio Bremen im Jahr, oder werden es weniger?

Es kommt darauf an, wie es Radio Bremen in Zukunft geht. Wir müssen im Jahr rund 1,4 Millionen sparen. Die Finanzkommission der ARD soll bis Mitte April vorschlagen, wie die Liquidität von Radio Bremen und dem Saarländischen Rundfunk in Zukunft gesichert werden kann. Unser Intendant, Herr Metzger, ist sehr zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird. Ich hoffe es auch, bin aber skeptisch.

Haben Sie eine Schmerzgrenze?

Wenn Sie mich vor einem Jahr gefragt hätten, hätte ich gesagt, die Schmerzgrenze ist überschritten. Wenn Sie mich vor einem halben Jahr gefragt hätten, hätte ich gesagt: Ich bin derartig entgrenzt, das schaffe ich nie, den Etat einzuhalten, ich werde wahrscheinlich die letzten zehn Termine solo im Studio sitzen und selbst flöten oder so. Man denkt immer das ist die Grenze. Ich möchte nicht wissen, wie viel Schmerzen ich weiterhin auszuhalten habe, aber ich fürchte, ich muss mich noch auf einiges gefasst machen.

Michael Augustin wurde 1953 in Lübeck geboren. Studiert hat er in Kiel und Dublin. Er lebt als Schriftsteller, Featureautor und Rundfunkredakteur in Bremen. Er ist Honorary Fellow in Writing der Universität Iowa, wurde mit dem Kurt-Magnus-Preis der ARD und dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet, war Writer in Residence und Gastprofessor am Dickinson College in Pennsylvania und zuletzt Writer in Residence im Heinrich-Böll-Cottage auf Achill Island in Irland. Augustin ist Mitglied im Irish P.E.N.

Seine Bücher wurden ins Englische, Irische, Spanische, Italienische, Polnische, Griechische und Niederländische übersetzt. Er leitet das internationale Literaturfestival „Poetry on the Road“, das Radio Bremen gemeinsam mit der Hochschule Bremen veranstaltet.

Bei Hoffmann & Campe sind seine beiden mit Walter Weber verfassten Hörbücher über Harry Frommermann, den Gründer der Comedian Harmonists und über die Malerin Paula Modersohn-Becker erschienen. Als Buch erschien zuletzt: „Der Bahnhof fährt ab – Reisebilder“, Edition Temmen 2011.

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