Ohne Feature klänge es eintöniger, das öffentlich-rechtliche Radio. Denn diese Hörfunk-Gattung ist formal grenzenlos – sie kann wie eine gute Erzählung sein, eine aufregende Reportage, ein opulentes Hörbild, oder eine inszenierte Collage aus O-Tönen. Alles ist erlaubt, wenn es denn der Wahrheitsvermittlung und der Unterhaltung der Hörer dient.
Spannende Reportagen, anrührende Schicksale: Radio-Geschichten sind wie Kino für die Ohren. An jedem ersten Mittwoch im Monat präsentieren Beate Hoffmann und Charly Kowalczyk ein Radio-Feature – Eintritt frei.
Hören als gemeinsames Erlebnis und danach ins Gespräch kommen mit den Journalistinnen und Journalisten der Radio-Geschichten: über abenteuerliche Recherchen, brisante Hintergrundinfos, skurrile Begegnungen.
Feature-Schaffende arbeiten zum Teil unter Mindestlohn-Niveau. Jetzt tritt eine engagierte Gruppe für Verhandlungen mit der ARD an. Unterstützung erhalten sie vom Verband der Dokumentarfilmschaffenden. Die Gründung einer neuen Gruppe AG DOK/Audio verspricht ein starkes Netzwerk – und mehr Power bei möglichen Verhandlungen mit der ARD. Ein Gespräch mit der Feature- und Hörspiel-Autorin Stella Luncke.
Autor*innen leben oft prekär. Offene Worte in der Dankesrede
Immer, wenn die renommierte Journalistin Marie von Kuck im Hörkino ein Feature präsentierte, waren es intensive Abende. Das Publikum spürte ihr Engagement und schätzte ihren Mut.
Jetzt hat sie den Axel-Eggebrecht-Preis für ihr Lebenswerk erhalten. So verdient. Herzlichen Glückwunsch, liebe Marie!
Wir veröffentlichen hier ihre Rede anlässlich der Preisverleihung in Leipzig:
Seit Beginn des Hörkinos vor 22 Jahren war sie begeisterte Hörerin und Unterstützerin. „Ich finde es wunderbar in einer Gemeinschaft intensiv zuzuhören - es ist eine wunderbare Gemeinschaftsaktion, das kann ein Podcast nicht ersetzen“, sagte sie beim 20-jährigen Jubiläum. Sie war eine Netzwerkerin und eine Macherin, die für ihre Überzeugungen eintrat. Im Januar ist Regina Dietzold gestorben. Wir vermissen unsere Hörkino-Freundin.
Ein ungewöhnlicher Zeitzeuginnen-Podcast von Eva Schindele
Wer erzählt Geschichte? Und wie erinnern wir uns? Die Journalistin und Autorin Eva Schindele gibt Frauen eine Stimme, die vor, während oder kurz nach dem 2. Weltkrieg geboren sind. Ihre weibliche Sicht hat die Kunst, Geschichtsschreibung, Linguistik, Medizin und Politik bereichert. Als Vorkämpferinnen haben sie Frauen erst in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht.
Im Gespräch mit Beate Hoffmann erzählt Eva Schindele, wieso sie mit Anfang 70 noch mal etwas Neues angefangen hat. Und wieso die Frauen im Podcast auch heute noch Mutmacherinnen sind.
„Ich bin ein Hörmensch. Und es ist ein wunderbares Handwerk, dass ich seit vielen Jahren machen darf: Geräusche und Stimmen einfangen und damit arbeiten. Das ist für mich wie Musik.“ Tom Schimmeck ist ein Radiofreak und liebt das Feature. Er war häufig Gast im Bremer Hörkino. Hier, in diesem ausführlichen Interview, erzählt er über seine journalistischen Anfänge und spricht über seine Erwartungen an den Öffentlichen-Rechtlichen Rundfunk.